Start Industrie & Handel Alnatura schafft Plastiktüten für Obst und Gemüse ab

Alnatura schafft Plastiktüten für Obst und Gemüse ab

Ab 2019 soll es deutschlandweit in den Supermärkten von Alnatura keine der sogenannten Knotenbeutel mehr geben. Damit sind die dünnen, transparenten Plastiktüten für Obst und Gemüse gemeint.

„Wir wollen damit einen Beitrag zur Reduzierung der Plastikberge leisten. Die meisten Obst- und Gemüsesorten, zum Beispiel Äpfel, Orangen, Gurken oder Brokkoli, können ohne zusätzlichen Schutz nach Hause transportiert werden“, sagt Isabell Kuhl, Verpackungsexpertin bei Alnatura.

Deshalb bittet Alnatura alle Kundinnen und Kunden, Obst und Gemüse unverpackt in den Einkaufswagen zu legen oder eigene Beutel mitzubringen. „Viele Menschen möchten etwas gegen die Plastikflut unternehmen. Wir sind zuversichtlich, dass viele unserer Kundinnen und Kunden ihr Einkaufsverhalten entsprechend ändern werden“, ergänzt Kuhl.

Bereits heute legen bis zu 60 Prozent der Kundinnen und Kunden von Alnatura Obst und Gemüse unverpackt aufs Kassenband oder nutzen Veggiebags. Diese feinmaschigen Mehrwegbeutel aus recyceltem Kunststoff lassen sich bei Bedarf einfach waschen. Für diejenigen, die nicht auf eine Einweg-Verpackung verzichten möchten, stehen weiterhin Papiertüten zur Verfügung.

Der Verbrauch von Plastiktüten ist 2017 in Deutschland um ein Drittel zurückgegangen. Während die Deutschen 2016 pro Kopf noch 45 Tüten verbrauchten, waren es 2017 rund 29 Tüten, das entspricht 2,4 Milliarden Tüten.

Allerdings beziehen sich diese Angaben nur auf Tragetaschen und nicht auf die dünnen, transparenten Knotenbeutel für Obst und Gemüse. Zwar haben inzwischen viele Händler die Einweg-Plastiktragetasche abgeschafft, nicht jedoch die Plastikbeutel für Obst und Gemüse. Deren Verbrauch lag 2017 bei 3,2 Milliarden Stück bzw. 39 Stück pro Kopf: Neun Prozent mehr als 2015 (Quelle: Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung). sk