Start Allgemein EU plant kein Verbot von Kunstrasenplätzen

EU plant kein Verbot von Kunstrasenplätzen

Bei der EU gibt es entgegen einiger anderslautender Medienberichte keine konkreten Pläne für ein Verbot von Kunstrasenplätzen.

Wie die EU-Kommission in einer Mitteilung klarstellt, werde im Rahmen der Kunststoffstrategie der Kommission lediglich geprüft, wie die Menge an Mikroplastik in unserer Umwelt verringert werden kann. In diesem Zusammenhang führe die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) derzeit unter anderem eine öffentliche Konsultation dazu durch, welche Auswirkungen eine mögliche Beschränkung des Einsatzes von Mikroplastik-Granulat hätte, das unter anderem als Füllmaterial für Kunstrasen genutzt wird.

Die ECHA werde der Europäischen Kommission im Frühjahr 2020 ihre Ergebnisse vorlegen. Parallel laufe auch eine umfassende Folgenabschätzung der Europäischen Kommission. Die Kommission werde im kommenden Jahr prüfen, ob die Bedingungen für eine Beschränkung für Mikroplastik im Rahmen der REACH-Verordnung erfüllt sind. Eine Beschränkung könne ein Verbot sein oder auch andere Vorgaben, um die umweltschädlichen Auswirkungen von Mikroplastik zu minimieren. Sie könne auch Übergangsbestimmungen beinhalten, um sicherzustellen, dass betroffene Akteure genug Zeit haben, sich an neue Vorgaben anzupassen.

Die Europäische Kommission sei sich „der wichtigen Rolle bewusst, die Sportplätze bei der Förderung von körperlicher Bewegung, Gesundheit und sozialer Integration in der gesamten EU spielen“. Bei der Ausarbeitung ihres Vorschlags werde die Kommission „sicherstellen, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen sowohl wirksam sind, um die Freisetzung von Mikroplastik zu verringern, als auch verhältnismäßig mit Blick auf die gesellschaftlichen Auswirkungen“. sk