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Rezyklat im Onlinehandel

Seit April 2019 dient die Onlineplattform „Cirplus“ als Handelsplattform für wiederverwertetes Altplastik. Mittels eines Algorithmus können sich Kunststoffverarbeiter und Recycling-Unternehmen vernetzen.

Die Transaktionen der Plattform sollen digital abgewickelt werden, beschreibt gruenderszene.de das Projekt zweier junger Start-Up-Unternehmer, die beide das Know How mitbringen, das für die Vermischung zwischen Kunststoff-Recycling und  Digitalisierung notwendig ist.

Der eine, Christian Schiller, baute mehrere Jahre für das französische Startup BlaBlaCar den deutschen Markt auf. Der andere, Volkan Bilici,  ist seit über zwölf Jahren Software-Entwickler und Blockchain-Experte. Er verfügt außerdem über zwei Jahre Erfahrung in der Kunststoffindustrie und über Verbindungen in die Türkei, einem der größten Märkt für Kunststoffverarbeitung.

Cirplus ist im April 2019 an den Start gegangen. „Was einen Wert hat, das wird nicht weggeworfen“, beschreibt Gründerszene das Motto von Bilici und Schiller. Die Plattform gibt recycelten Kunststoffen einen ökonomischen Wert und erhöht den Anreiz, Kunststoffabfälle zu verwerten, statt zu verbrennen oder zu exportieren.

Das Procedere läuft dabei folgendermaßen ab: Verkäufer geben die Menge und die Art des Recyklats auf der Plattform ein. Käufer, die danach suchen, sehen das Angebot und können den Verkäufer kontaktieren. Ein Algorithmus soll Käufer und Verkäufer zusammenbringen. Auch die Versandabwicklungen und die Preis- und Mengenanalysen wollen Schiller und Bilici künftig automatisieren.

Schon vor dem Start im April hätten sich 43 Unternehmen für die Warteliste registriert. Sie stammten laut Schiller aus zehn verschiedenen Ländern.  jh