Start Allgemein Tansania, England, und Mexiko-Stadt verbieten Plastikprodukte

Tansania, England, und Mexiko-Stadt verbieten Plastikprodukte

In Tansania gilt ab sofort ein Verbot von Plastiktüten. In England sind ab April 2020 Plastikstrohhalme und Wattestäbchen mit Plastikstielen tabu. Mexiko-Stadt zieht 2021 mit einem Verbot diverser Plastikprodukte nach.

Nach Botswana, Kenia, Ruanda und Uganda hat mit Tansania jetzt ein weiteres Land Afrikas ein Verbot von Plastiktüten verhängt. Diese dürfen in dem ostafrikanischen Staat seit dem 1. Juni weder importiert, exportiert, hergestellt, verkauft noch genutzt werden. Herstellern drohen Geldstrafen von bis zu einer Milliarde tansanischer Schillinge (ca. 390.000 Euro) oder zwei Jahre Haft, Nutzer von Plastiktüten können mit 30.000 Schillingen (12 Euro) oder zwei Wochen Gefängnis bestraft werden.

Nach Angaben des UN-Umweltprogramms hatten Ende 2018 weltweit 61 Länder die Herstellung und den Import von Plastiktüten verboten und 83 Staaten ihren kostenlosen Vertrieb. Darüber hinaus haben 51 Länder Gesetze verabschiedet, um Recyclingziele für Plastiktüten umzusetzen. In Deutschland gibt es bislang lediglich eine mit dem Handel vereinbarte Bezahlpflicht. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller geht das allerdings nicht weit genug: Er fordert ein sofortiges Verbot von Einweg-Plastiktüten.

Die britische Regierung hat unterdessen mitgeteilt, dass im April 2020 in England ein Verbot von Strohhalmen, Getränkerührern und Wattestäbchen aus Plastik in Kraft treten wird. Eine Ausnahme gilt für Personen, die aus medizinischen Gründen auf die Verwendung von Plastikstrohhalmen angewiesen sind: Sie sollen diese künftig in registrierten Apotheken erwerben können. Restaurants, Kneipen und Bars dürfen Plastikstrohhalme ab dem genannten Zeitpunkt grundsätzlich nicht mehr herausgeben, können sie jedoch auf Anfrage bereitstellen.

Auch Mexiko-Stadt sagt dem Plastikmüll den Kampf an. Die mexikanische Hauptstadt hat kürzlich ein Verbot verschiedener Einwegkunststoffe beschlossen: Ab Ende 2020 gilt dies für Einweg-Plastiktüten, ab Januar 2021 dann auch für Geschirr, Besteck, Strohhalme und weitere Produkte aus Plastik. sk